Ich stelle vor: die D100 Nikon

Die japanische Nikon Corporation geht bis in das Jahr 1917 zurück und ist in ihrer Branche eines der am längsten bestehenden Unternehmen. Ihr Name stand für hoch entwickelte Technologie und kompromisslose Qualität im Bereich der analogen Kameras und hochwertiger Objektive – 50 Millionen Objektive hat man schon produziert. Auch bei den Digitalkameras will Nikon seinen Führungsanspruch behaupten. Daneben fertigt die zum Mitsubishi-Konzern gehörende Nikon Corporation optische Messgeräte, Hochleistungsmikroskope und industrielle Anlagen für die Halbleiterproduktion.

Zu ihrer Zeit – sie wurde von 2002 bis 2005 angeboten – war die D100 Nikon als digitale Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv den damaligen Kompakt- und Digitalkameras weit überlegen und für den Berufs- oder anspruchsvollen Amateurfotografen gedacht. Davon zeugt auch der Einführungspreis von ca. 2.800 Euro (ohne Objektiv). Sie war die erste semiprofessionelle DSLR-Kamera von Nikon, der damit mit dem Konkurrenten Canon gleichzog. Trotz Digitalisierung war sie ohne Objektiv 830 Gramm schwer und konnte mit Objektiv an die zwei Kilogramm herankommen.

An Objektiven gibt es bei Nikon eine sehr große Auswahl. Ebenso konnten Objektive kompatibler Fremdhersteller genutzt werden. Die D100 hat einen eingebauten Miniaturblitz; der Profi wird allerdings ein externes Blitzgerät aufstecken. Sie verhält und bedient sich wie eine analoge Kleinbild-Kamera. Allerdings erlaubte die damals gebräuchliche SLR-Bauart mit Schwingspiegel und Lamellen-Schlitzverschluss nicht eine Voransicht des Bildes; das hintere 1,8″-LCD-Display diente nur zur Einstellung der Kamerafunktion und der Wiedergabe der aufgenommenen Bilder. Per Programm-Wählrad lassen sich die Belichtungsmodi, die Empfindlichkeit, der Weißabgleich, die Bildqualität und der AF-Messmodus einstellen. Die D100 ist innerhalb von 1,6 Sekunden betriebsbereit. Der Akku reicht bei schonendem Blitzeinsatz für ca. 800 Aufnahmen. Je nach verwendeter Speicherkarte konnten bis etwa 200 Bilder gespeichert werden.

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